Unser Einsatz im Kosovo


Unser Haupteinsatzort ist Gjakova im Westen des Landes. Der Projektleiter für das Land ist DVM Blendi Bejdoni, der einzige spezialisierte Kleintierarzt auf dem Land. Seit dem 1.1.2015 arbeiten wir mit ihm erfolgreich zusammen. 

 

Resultat dieser Einsätze: Im Jahr 2020 sollten pro Tierarzt in dieser Region 200 Hunde kastriert werden. Es waren keine 200 Hunde zu finden, die noch eine Behandlung brauchten!


Und das ist unser zweiter Einsatzort im Kosovo, Vushtrri, unter der Leitung des Tierarztes DVM Zenel Zhabari.

Ein Notfallhilfe

programm führen wir in Süd-Mitrovica mit DVM Labinot Osmani. 



 Immer wieder ist unser Tierarzt aus Vushtrri auch ambulant in der Region Obiliq/Plementina den Romacamps tätig, impft die Welpen, entwurmt sie und holt sie später für die Kastration. Menschen und Hunde leben dort im Elend. 

Kleintierarzt Shaban Mehmeti  hat in einem Stall Boxen eingebaut und mit Stroh gefüllt. Das ist sein Durchgangszentrum für die Kastration der Hunde. Einstweilen muss es genügen.



Viele Balkan-Länder sind dafür bekannt, Hunde grausam zu behandeln. Sie sperren sie in dreckigen Gehegen ein, ohne Unterstand, ohne Essen und ohne Wasser und lassen sie zu Tode verhungern, wenn sie sie nicht vorher totschlagen. Es wird keine medizinische Behandlung geboten, geschweige denn ein liebevolles Wort oder ebensolche Gesten.  

Kosovo ist nicht anders als Rumänien oder die Ukraine, wo man davon ausging, deren Hundebehandlung sei die grauenvollste und unvergleichlich. Nun finden wir dieselben Verhältnisse im Kosovo und in Albanien. In beiden Ländern haben Aktivisten und ausländische Helfer versucht, den Strassenhunden zu helfen, aber vielerorts haben die Behörden und die Politiker weggeschaut und beschlossen, das Problem zu ignorieren. Da es im Kosovo gegenwärtig keine grössere Tierschutzorganisation gibt, die den Strassenhunden hilft, fokussieren wir uns auf dieses schöne Land. 

Wir unterstützen jene Helfer vor Ort, welche bisher versucht haben allein und mit wenig Mitteln den Grausamkeiten am Tier zu begegnen. Dazu gehören kleine lokale Organisationen, Tierärzte und Freiwillige, die sich zum Wohl der Hunde einsetzen.

Der Kosovo hat eine Geschichte des Grauens hinter sich - und kämpft noch heute um Anerkennung als eigenständiger Staat durch die EU - Serbien verhindert es. Zudem leidet die ländliche Region an extremer Armut. Einen Tierarzt kann sich fast niemand leisten, darum finden wir Welpen, kranke und alte Hunde ausgesetzt in den Strassen der Städte und auf Feldern und Müllkippen. Wir können dies nur verhindern, wenn wir unentgeltlich Tierhilfe leisten! 

  


welpenelend

Uglare - Preoce Juli 2020: Wir versuchen sie ambulant zu entwurmen, zu füttern und diese fünf lassen wir nun im Hof von Atlan Gidciz pflegen. Und hoffen auf Adoptionen!