StrayCoCo = Straydog Control through Cooperation
Für Strassenhunde in Kosovo
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Im Kosovo gibt es tausende streunende Hunde und bis heute kein Programm, wie das Land dieses Problem löst. Unsere Stiftung setzt zwar Zeichen im Westen des Landes, diese werden aber nicht gewürdigt. Immer wieder wurden Tötungsprogramme vom AUVK (Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen) bewilligt. Obschon das Erschiessen von Hunden seit 2007 verboten ist, hat das Amt im Sommer 2016 der Stadt Klina erlaubt 470 Hunde von der Jagdgesellschaft erschiessen zu lassen. Aktivisten und Vertreter vor Ort haben reagiert und protestiert. Zusammen mit Driton Gusia haben wir eine Petition gestartet, worauf das Programm nach ca. 380 toten Hunden gestoppt wurde. Unten finden Sie einen lokalen Bericht in englisch.
2025 wurde in Vushtrri ein weiteres Tötungsprogramm gestartet, wobei 800 Hunde ohne weitere Kriterien umgebracht werden dürfen - das Veterinäramt interveniert nicht!
Neu hat das Parlament das Strafrecht verschärft und Misshandlung von Tieren wird bestraft - ob der Vollzug klappt, darf einstweilen bezweifelt werden.

Kosovo hatte nach dem Krieg bis ca. 2008 wenig Strassenhunde. Seither ist deren Zahl in die tausende gestiegen; und es ist kein Ende absehbar.
In vielen Ortschaften sieht man verwahrloste und sterbende Hunde. Sie Befinden sich an den Strassenrändern und auf den Müllhaufen. Besonders viele Hunde werden rund um Pristina ausgesetzt, in den Roma-Siedlungen und Feldern. Die Strasse nach Mitrovica ist gesäumt von überfahrenen Hunden.
Im Bild ist Prizren, die Stadt liess im Jahr 2015 831 Hunde umbringen! Offiziell wurde nach unserem Protest kein entsprechender Auftrag an die Grosstierärzte erteilt. Das Töten geht dennoch versteckt weiter, wie uns berichtet wird.
In Peja gibt es neu nur einen einzigen Kleintierarzt, und wir dürfen dort nicht mehr arbeiten. Die Stadt hat seit 2016 kein Programm zur Reduktion der Strassenhunde gemacht - seit anfangs 2026 werden Hunde im Tierheim eingesperrt, das der Staat finanziert. In Gijilan gibt es nur eine einzige nicht besonders gute Kleintierpraxis. Erfolge erzielen wir neben Gjakova, in Vushtrri, Skenderaj/Mitrovica und Drenas. Deshalb fokussieren wir auf diese Regionen.
Während sich Politiker und manche Aktivisten Tierheime wünschen und unterstützen, lehnen wir dies in einem Land mit Tausenden Streunern ab. Tierheime lösen das Problem mit Aussetzungen nicht. Exporte von Hunde in die EU auch nicht.

Viele Hoffnungen ruhten auf Albin Kurti, dem neuen Premierminister in Kosovo seit Herbst 2019. Er versprach, mit der Korruption aufzuräumen - das würde auch das Veterinäramt betreffen!
Am 27. Dezember 2017 entschied das frühere Parlament ab 2018 1.3 Mio. Euro für Kastrationen der Strassenhunde aufzuwenden. Am 1. Juni 2018 begann das staatliche CNVR Programm. Jedoch wurde es eine Katastrophe, da kaum einer der Tierärzte des Landes steril arbeiten und gut kastrieren kann. Das ganze Programm wiederholte sich 2019 - und wiederum fielen viele Hunde der mangelnden Technik der Tierärzte zum Opfer.
Vor 3 Jahren mit Amtsbeginn hat der Premierminister versprochen, mit Unterstützung der Tierrechts-Stiftung ein Programm zur Reduktion der Strassenhund-Population einzuführen - ausser Papier, Posts und einem sinnlosen Tierheimgesetz ist nichts passiert.
Achtung! Die Tierrechts-Stiftung des Kosovo, die sich eigentlich für den Schutz der Tiere einsetzen sollte, steht nun im Dienst des Premierministers. Ihre Präsidentin hat sich zur "External Advisor" des Premiers ernennen lassen (Linkedin) und fungiert nun als sein Feigenblatt bei Protesten. Die Unabhängigkeit dieser Stiftung ist damit nicht mehr gegeben!
Source: Office of the Prime Minister of the Republic of Kosovo

Im Herbst 2024 treffen wir Botschafter Herrn Jürg Sprecher in Prishtina, den Bürgermeister Ardian Gjini In Gjakova und Bürgermeister Erden Atiq in Nord Mitrovica mit unserem Team. Der erste Baum im neuen Lebenshof Mitrovica wird gemeinsam mit DVM Labinot Osmani gepflanzt. Dem Schweizer Botschafter haben wir das "One Health" Konzept vorgestellt, wonach Tierkrankheiten auf den Menschen übertragen werden und damit ein Gesundheits-Präventionsprogramm förderungswürdig wäre. Doch die Schweiz gibt bereits viel Geld für andere Kosovoprojekte aus - für die Tier- und Menschgesundheit hat es leider kein Budget mehr.
In Prishtina übergeben wir der CEO der Organisation FIQ und des Civil Society House, Dajana Berisha, die Aufgabe, Kliniken und Gnadenhöfe regelmässig zu kontrollieren.
Sämtliche Gesetzgebung können Sie hier online finden. Leider ist kaum etwas zur Haustierhaltung zu finden ausser einer allgemeinen Klausel.
Wichtige Erlasse, in seit Anfangs 2023 in Kraft sind:
Im Jahr 2022 arbeitete eine von der EU entsandte Beratergruppe – bestehend aus Mitgliedern aus Rumänien, Griechenland, Kroatien und dem Vereinigten Königreich – gemeinsam mit der lokalen "Tierrechts-Stiftung" an einer neuen Tierheim-Verordnung. Diese sah vor, dass gesunde Hunde nach 30 Tagen getötet werden dürfen, was schliesslich geändert wurde. Nichtsdestoweniger ist die Errichtung von Tierheimen in Ländern, wo täglich Hunde ausgesetzt werden, der falsche Weg - und führt inoffiziell zu Tötungen. Der Versuch, die Repräsentanten des Landes davor zu warnen, schlug fehl.
Angesichts der Zehntausenden von streunenden Hunden ist diese Regelung kurzsichtig und führt zwangsläufig zu Masseneuthanasien oder überfüllten, schlecht betreuten Unterkünften. Zudem fehlt es im Kosovo an ausgebildeten Tierpflegern, um eine artgerechte Betreuung sicherzustellen.
Gemeinsam mit unseren Partner Organisationen haben wir uns bereits in einer ersten Vernehmlassung entschieden gegen diese Verordnung gewehrt – und wir bleiben dran! Wir kämpfen für das Leben und die Freiheit gesunder Hunde.
Besonders besorgniserregend ist, dass in der Beratergruppe kein einziges Land vertreten war, das selbst keine Probleme mit Strassenhunden hat oder regelmässig gesunde Hunde euthanasiert. Alle Stellungnahmen sind nach Organisation einsehbar.
Proteste in Pristina gegen das Versorgen von gut sozialisierten, gesunden Hunden in Tierheimen
Wenn wir das Land Kosovo verändern wollen und für ALLE Hunde und damit Menschen etwas tun wollen, müssen wir Know How vermitteln und politisch aktiv sein. Nach der Einflussnahme auf die Hundegesetzgebung im Land seit dem Dezember 2016, hatten wir nun (auf private Kosten) den Amtschef Dr. Valdet Gjinovci, Food & Veterinary Agency Kosovo, eingeladen, die Schweizerische Gesetzgebung und praktische Anwendung kennen zu lernen.
Wir danken ganz herzlich dem Zürcher Veterinäramt, der Zürcher Stadtpolizei, dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sowie IDENTITAS für den Empfang und die hervorragende Darstellung eines funktionierenden Systems der Hundehaltung und der Kontrolle der Hundehalter im September 2017!
Der damalige CEO der Food & Veterinary Agency Kosovo hat die Wissensvermittlung jedoch nicht genutzt und im Team das Knowhow nicht weitergegeben.

Anfangs Dezember 2017 haben die Veterinäre des Kosovo unsere Arbeit anerkannt und sich gegen die systematische Tötung von Hunden ausgesprochen. Sie übernehmen nun die Verantwortung für die Kontrolle der Population der Strassenhunde und sprechen deutlich den Politikern jede Kompetenz ab, darüber zu entscheiden.
Andererseits haben die Mitglieder dieser Gesellschaft im Rahmen des staatlichen CNVR bewiesen, dass sie keine Kleintierbehandlungen durchführen können - das Programm des Staates darf dank mangelhafter Ausbildung der Tierärzte als gescheitert betrachtet werden. Nepotismus regiert die Entscheide!
Dennoch lud die Tierärztevereinigung StrayCoCo 2017 zum Vortrag über die Behandlung von Strassenhunden durch Kastration ein und ein erstes gemeinsames Seminar fand Ende Oktober 2019 statt.

Die Veterinärgesellschaft lädt unter der neuen Leitung zu einem Praxiskurs in unsere Kleintierklinik Gjakova ein. Im Herbst 2019 lassen sich 12 meist ältere Tierärzte von unserem Partner DVM Blendi Bejdoni die Ovariektomie erklären.
Die Ovariektomie ist gegenüber der Hysterektomie überlegen, können doch die Strassenhunde nach wenigen Tagen wieder entlassen werden. Die Heilungsdauer ist dank der Kleinschnitt-Technik und der Arbeit mit Haken kurz.
Ganz ohne Petitionen geht die politische Arbeit nicht. Mit über 120'000 Unterschriften haben wir es geschafft, die Weltöffentlichkeit auf die brutalen Tötungsmethoden der Kosovaren zu lenken!









